Bild 3 richtig lüften

Wohnung richtig Lüften und richtig Heizen – Schimmel vermeiden

Feuchtigkeit in der Wohnung und richtig Lüften

Dieser Beitrag dreht sich um das Thema richtig Heizen und richtig Lüften, um Schimmel in der Wohnung zu vermeiden. Einfach gesagt ist Wachstum von Schimmel ohne Feuchtigkeit nicht möglich. Ursachen für Schimmel in der Wohnung gibt es aber sehr viele. Und zwar so viele, wie es Quellen für Feuchtigkeit in Wohnungen gibt. Quellen für Feuchtigkeit sind der Mensch selbst, Kochen, Waschen, Pflanzen, Haustiere, Wasser von außen und aus defekten Leitungen u.v.m.

Richtig Lüften ist in luftdichten Wohnungen unerlässlich

Die zunehmende „Schimmelanfälligkeit“ der Wohnungen heute liegt an der insgesamt wesentlich luftdichteren Bauweise gegenüber früher. Dadurch erhöhte sich die durchschnittliche Raumluftfeuchtigkeit in der Wohnung in den letzten Jahren erheblich. In den 70ern z.B. waren 40 % relative Feuchte üblich, heute sind es 50% (jeweils bei 20°C). Richtig Lüften und richtig Heizen: Ein schwieriges Thema, das ohne die Physik nicht auskommt. Was die Luftdichtigkeit für richtig Heizen und richtig Lüften zur Vermeidung von Schimmel in der Praxis bedeutet, behandelt dieser Beitrag.

Begrifflichkeit „angepasstes Heizen und Lüften“

Zur Frage, wie „angepasstes“ Heizen und richtiges Lüften auszusehen haben, folgendes Beispiel:

Stellen Sie sich ein „Jungfamilien-Kuschelschlafzimmer“ in einem Altbau von 1960 vor, das von zwei Erwachsenen mit Kleinkind bei geschlossenen Fenstern und heruntergelassenen Jalousien acht Stunden oder mehr am Stück „beschlafen“ wird. Dieses Zimmer muss am nächsten Morgen natürlich ganz anders belüftet werden, als ein Schlafzimmer in einem Haus aus den 80er Jahren, das nur ein einzelner, mit wenigen Stunden Schlaf auskommender Mensch benutzt.

Ein standardisiertes Lüftungsverhalten, z.B. 2 Mal am Tag, 1 x morgens, 1 x abends, jeweils für 5 Minuten lüften, kann in obigem Fall nicht funktionieren.

Die Anforderung an angepasstes Heiz- und Lüftungsverhalten besteht schlicht darin: die im Laufe des individuellen Wohnverhaltens freigesetzte Feuchtigkeit muss man wieder vollständig auslüften. Das klingt erst einmal simpel, ist es in der Praxis aber oftmals nicht.

Individuelle Nutzung und richtig Lüften

Man stelle sich vor, der obige Beispielfall des von drei Menschen benutzten Kuschel-Schlafzimmers spiele sich in einem nicht besonders gut wärmeisolierten Altbau ab. Es werden dann nachts über einen Zeitraum von vielen Stunden große Mengen an Feuchtigkeit in die wassersaugenden (d.h. hygroskopischen) Tapeten eingelagert. Die kältesten Stellen in der älteren Wohnung sind meistens Außenecken. Heizungswärme erreicht diese Ecken meist schlecht. Erst recht, wenn man die Ecken mit Möbeln zustellt. Auch durch richtig Lüften hergestellte trockene Raumluft erreicht die feucht gewordene Außenecke zuletzt. Dies kann für richtig Lüften dann folgendes bedeuten:

Am Morgen muss man innerhalb von ein bis zwei Stunden mindestens zwei, wahrscheinlich eher drei Mal hintereinander für 5 Minuten bei zwischenzeitlich aufgedrehter Heizung lüften. Die Fenster muss man beim richtig Lüften ganz aufmachen. Nur auf diese Weise kann der Bewohner die Feuchtigkeit wieder aus der Tapete und der Wohnung heraus lüften. Lüften auf Kipp hat definitiv keine ausreichende Wirkung.

Feuchtemessgerät für die Wand hilft beim richtig Lüften

Das große Problem für den Bewohner: Wie erkennt er, dass er die Feuchtigkeit, die er während der zurückliegenden Nutzung in die Tapete gebracht hat, wieder vollständig aus der Wohnung ablüftet? Messgeräte für die Raumluftfeuchtigkeit (sog. Hygrometer) allein können hier jedenfalls keine Hilfe sein. Nur ein Messgerät für die Wandfeuchte kann beim richtig Lüften helfen. Siehe hierzu https://www.advisan.net/lueftungshilfe-schimmelwaechter-wandfeuchtemessgeraet/

Aus den täglichen Erfahrungen, die der Verfasser dieses Beitrags als Gutachter macht, leitet sich die folgende Empfehlung ab: Luftdichte Altbauwohnungen mit suboptimaler Wärmeisolierung mit einer Lüftungshilfe an der Wand ausrüsten! Diese Lüftungshilfe muss die relative Feuchtigkeit direkt an der Wand messen und sie dem Bewohner anzeigen. Dann kann er das Wohnverhalten genau an die klimatischen Bedingungen und die bauphysikalischen Gegebenheiten der bewohnten Wohnung anpassen. Und genau angepasst und deshalb richtig Lüften.

Wie eine Lüftungshilfe für die Feuchtigkeit an der Wand richtig lüften unterstützt, zeigt die folgende Abbildung.

Bild 1 richtig lüften
Bild 1 richtig lüften
Abb. 1: Das Ablüften von Feuchtigkeit am Morgen wird mit der Lüftungshilfe immer effektiver

Physikalisches zum Thema richtig Lüften

Die Ursachen nutzungsbedingt hoher Raumluftfeuchten sind mannigfaltig. Die heute zunehmend dichte, energieeffiziente Bauweise birgt hohe Risiken für überhöhte Luftfeuchtigkeit. Sie stellt hohe Anforderungen an richtig Lüften. Aufgrund der Dichtheit der Häuser muss man heute gezielter an Lastspitzen angepasst lüften. Und auch häufiger und wohnungsumfassender lüften, als in früherer Zeit. Ein besonders großes Problem sind die dichtheitsbedingt hohen Feuchtigkeits-Lastspitzen im normalen Wohnalltag. Die Spitzen können schon bei bestimmungsgemäßer Nutzung eines Raumes (z.B. Wasserkochen in der Küche) an schwächeren Wärmebrücken zu Kondenswasserbildungen führen.

Problem Kondenswasser beim richtig Lüften

Um auskondensiertes („freies“) Wasser aus einer Wohnung nach außen abzuführen ist aus physikalischen Gründen ein großer Lüftungsaufwand beim richtig Lüften zu betreiben. Der Aufwand ist jedenfalls sehr viel größerer, als er zum Auslüften von Wasserdampf erforderlich wäre. Die hohe Verdampfungswärme des Wassers erklärt, weshalb sich ein Problem mit Kondensfeuchte z.B. an einer gegenüber der Raumluft kälteren Außenecke oder an Fenstergläsern häufig binnen kurzer Zeit massiv aufschaukelt. Siehe hierzu auch https://www.advisan.net/ursache-fuer-schimmel-in-der-wohnung-bewertung-der-wandtemperatur-4/

Richtig Lüften heißt Wohnung Querlüften

Die nach den Erfahrungen am häufigsten gemachten „Lüftungsfehler“ sind die folgenden: Die Einzelraumbelüftung und die Nicht-Einbeziehung der Heizung in das Lüften. Zum richtig Lüften und zur effektiven Abfuhr von Raumluftfeuchtigkeit muss man die Wohnung heute vor allem effektiv querlüften. So dass alle Räume Feuchtigkeit abgeben können. Eine Einzelraumbelüftung erweist sich auch bei langem lüften vielfach als nicht wirksam zur Vermeidung von Schimmel. Feuchtigkeit strömt nach dem Schließen der Fenster aus anderen Wohnungsteilen schnell nach. Wenn eine Wohnung nicht effektiv querbelüftet wird, stellt man dieses fest: Nach dem Verschließen des Fensters bemerkt man einen schnellen und deutlichen Anstieg der Luftfeuchtigkeit. Dies macht die folgende Abbildung deutlich.

Bild 1 richtig lüften
Bild 2 richtig lüften
Abb. 2: Feuchtigkeit an der Wand – Verlauf: Uneffektive Einzelraumbelüftung

 

Die vor dem Lüften gemessene Feuchtigkeit stellt sich schnell wieder ein. Dies selbst dann, wenn keine Feuchtigkeitsquelle im Raum vorhanden bzw. aktiv ist (Mensch, Kochen, Pflanzen etc.).

Ohne Heizung ist richtig Lüften nicht möglich

Die Einbeziehung der Heizung in den Lüftungsvorgang ist wichtig. Kalte Luft kann nur wenig Feuchtigkeit aufnehmen und stark hygroskopischen Stoffen wie z.B. Tapeten keine Feuchtigkeit „entreißen“ (zu geringes Dampfdruckgefälle). Hierzu folgendes:

Bei 0°C kann Luft maximal 4,8 g Wasser pro Kubikmeter enthalten. Dies entspricht einer relativen Feuchte von 100%rF. Bei einer Raumtemperatur von 23°C entsprechen jedoch 100 %rF bereits 20,5 g/m3.

Diese Zusammenhänge sind sehr wichtig zu verstehen. Sie machen deutlich, dass richtig Lüften im Winter immer effektiv ist. Selbst wenn es regnet (Außenfeuchte ~100% rF). Die beim richtig Lüften in die Wohnung gebrachte kalte Außenluft enthält wesentlich weniger Wasser als die Innenluft. Sie erwärmt sich und nimmt Wasserdampf auf. Die Feuchtigkeit gelangt beim erneuten richtig Lüften dann nach außen.

Anforderungen ans Heizen beim richtig Lüften

Der Verfasser dieses Beitrags vertritt die folgende Auffassung: Bezüglich des Heizverhaltens sind konkrete Vorgaben an Mindesttemperaturen nicht zielführend. So sollte jeder z.B. seine Heizung im Schlafzimmer nachts ohne Bedenken ausstellen können / dürfen. Tatsache ist zwar, dass das Schimmelrisiko in einem deutlich unterbeheizten Raum viel höher ist als in einem grundbeheizten Raum. Das Risiko für Schimmel kann man aber durch konsequentes, an genau diese Problematik angepasstes richtig Lüften relativ problemlos und dauerhaft sicher eliminieren.

Richtig Lüften und Kondenswasser an Fenstern

Zu Kondenswasserbildungen an Fenstergläsern folgendes: Heutige Wohnungen sind normalerweise mit effizienten Isolierverglasungen ausgerüstet. Diese erzielen bei Frosttemperaturen außen, die in unseren Breiten vorherrschen können, und durchschnittlichen Raumtemperaturen und Raumluftfeuchten, die man in bewohnten Innenräumen erwarten kann, mit höchster Wahrscheinlichkeit Temperaturen deutlich bis sehr weit über der Taupunkttemperatur. Der Taupunkt ist diejenige Temperatur, bei der Wasserdampf kondensiert.

Übermäßig Kondenswasser am Fenster ist indes sehr leicht möglich. Wenn z.B. eine deutliche Absenkung der Raumlufttemperatur in der Nacht, dabei völlig geschlossene, luftdichte Fenster und ein Behang der Fenster mit eng am Fensterglas anliegenden Jalousien bzw. Vorhängen zusammenkommen. Sehr tiefe Fensterleibungen zeigen sich anfällig für besonders massive Kondenswasserbildungen auch beim richtig Lüften.

Problematisches Kondenswasser an Fenstern wird von betroffenen Bewohnern in vielen Fällen dem Gebäude zugeschrieben. Es wird eine „insgesamt feuchte Bausubstanz“ als Problemursache reklamiert. Es zeigt sich aber, dass auf Oberflächen der Fensterverglasung auskondensierende Feuchtigkeit in den weitaus häufigsten Fällen nur aus der Raumluft – also aus der Wohnungsbenutzung heraus – stammen kann.

Anmerkung: Der Autor ist promovierter Mikrobiologe und bei der IHK Hannover Öffentlich bestellt und vereidigt als Sachverständiger für Schimmelpilze und Feuchtigkeit in Innenräumen und als Gutachter in Hannover und Niedersachsen tätig.

 

Das Problem Schimmel: Schimmeltest zum selbst machen?

Sobald ein Schimmelbefall bemerkt oder bei einem Schimmeltest festgestellt wird, kommen bei betroffenen Bewohnern automatisch brennende Fragen auf. Zu Allererst natürlich die nach der gesundheitlichen Bedeutung der Schimmelpilze an der Wand. Überdies wird die Frage nach dem richtigen Umgang damit bei der Schimmelbeseitigung gestellt. Nicht zuletzt sind immer auch Informationen zur richtigen – besser ausgedrückt zur nachhaltigen – Schimmelbeseitigung gewünscht. Zunächst gibt es aber einen unheimlich großen Bedarf an einem adäquaten, dabei aber noch „bezahlbaren“ Schimmeltest zur Beurteilung der hygienischen und gesundheitlichen Relevanz eines Schimmelschadens. Handelt es sich um einen unbedenklichen Bagatellschaden? Wie beispielsweise häufig an schwarzen Fugen? Oder ist ein Schimmelbefall von hygienischer und gesundheitlicher Relevanz vorhanden?

Hier kommt der Schimmelpilztest zum Schimmel selbst testen ins Spiel.

Ist ein Schimmeltest zum selbst machen überhaupt zu empfehlen?

Ein Gutachter für Schimmel vor Ort zur Klärung der vorgenannten Punkte ist zum Leidwesen mit erheblichen Kosten verbunden. Ein Einsatz vom Gutachter für Schimmel, der den Schimmeltest durchführt, geht überdies letztendlich nicht nur generell an Klein- und Bagatellschäden wirtschaftlich völlig vorbei. Auch für Schimmelschäden mittlerer Größe (beispielsweise 30 x 30 cm) ist ein Gutachter mit einem Schimmelpilztest vor Ort vmeist nicht erforderlich. Ein Schimmeltest zum selbst machen demgegenüber leistet hier sehr gute Dienste, sofern er zum einen seriös konzipiert und überdies von einem Laien dabei auch bestimmungsgemäß angewendet werden kann. Dieser Beitrag informiert über den 2002 entwickelten und seitdem praxisbewährten Schimmeltest MYKOFUND zur orientierenden – mit anderen Worten – „vorgutachterlichen“ Prüfung eines Schimmelbefalls.

Wie funktioniert ein wissenschaftlich fundierter Schimmeltest?

Die im folgenden beschriebene Schimmelpilzmessung mit dem Schimmelpilztest ist inklusive Auswertung und Bericht in einem Schimmeltest-Kit enthalten. Sie ist für die Bemessung eines Raumes mittlerer Größe oder einer kleineren Wohnung ausgelegt. Eingehende Informationen zum Thema „Schimmelpilz-Nachweismethoden“ und „Schimmelpilztest“ finden Sie übrigens hier: https://www.advisan.net/testen-und-messen-von-schimmelpilzen/. Die Messstrategie dieses Schimmelpilztests bewährt sich 2017 im 15. Jahr!

1. Bemessung frischer Hausstäube im Schimmeltest

Zwei Tage vor der Durchführung des Schimmeltests sollte in dem zu prüfenden Raum eine glatte horizontale Oberfläche gut gesäubert werden. Die von Stäuben befreite Oberfläche testet man möglichst 48 h später mittels Abklatschbeprobung qualitativ (Pilz-Arten) und quantitativ (Pilz-Zahl) auf die Schimmelpilze. Die Geschwindigkeit der Verunreinigung der Testoberfläche durch Schimmelpilze (KBE/cm2 nach 48 h) und die Art der neu hinzugekommenen Schimmelbelastung erlauben eine erste Einschätzung der hygienischen Situation und der Spezieszusammensetzung in der Luft.

Der orientierende qualitative Schimmeltest mit Sedimentationsplatten, die man in turbulenzfreier Raumluft exponiert aufgstellt, stellt Auffälligkeiten im Schimmelpilzspektrum der aktuell vorhandenen Luftstäube fest. Zwei Platten setzt man zeitparallel und unter möglichst gleichen Umgebungsbedingungen in dem zu prüfenden Raum und einem zweiten, mutmaßlich nicht von Schimmelbefall betroffenen (Referenz-) Raum ein. Die Befunde dieses Schimmelpilztest Untersuchungsteils und die Ergebnisse der Untersuchung der 48 Stunden alten Frischstäube werden dann auf Übereinstimmung geprüft.

 

Teil 1 vom Schimmeltest
Teil 1 vom Schimmeltest: Teil 2 vom Schimmeltest:
Abklatschbeprobung abgelagerter Frischstäube Beprobung aktuell luftgetragener Hausstäube

 

2. Bemessung älterer Hausstäube im Schimmeltest

Mit einer Klebestreifen-Kontaktprobe prüft dieser Schimmelpilztest schließlich wenige Wochen alten Hausstaub mikroskopisch auf Auffälligkeiten und zählt die Sporen „befallstypischer“ Pilze aus. Dabei erfasst der Schimmeltest nicht nur die vitalen, das heißt die noch lebenden, sondern obendrein auch die bereits abgestorbenen Sporen und Zellen. Gerade bei älteren, abgetrocknetem Pilzbefall finden sich viele tote Sporen, die aber noch sensibilisierend wirken können. Siehe hierzu: https://www.advisan.net/schimmel-in-wohnung-schimmelpilze-und-gesundheit/. Die drei Probenteile des Schimmeltests zum Bereich „Hausstaub“ sichern sich gegenseitig ab. Dadurch macht der Schimmeltest eine Einschätzung möglich, ob in dem betreffenden Raum in letzter Zeit oder aktuell Schimmelpilze in die Luft freigesetzt wurden oder werden.

 

Teil 3 vom Schimmeltest: Teil 3 vom Schimmeltest:
Sporenbestimmung in abgelagertem Hausstaub

hier: Kontamination durch „befallstypische“ Pilze

Sporenbestimmung in abgelagertem Hausstaub

hier: nur Außenluft-typische Sporen nachweisbar

 

3. Prüfung von Befalls- und Verdachtsstellen im Schimmelpilztest

Zur Quellenidentifizierung nimmt man bei dem Schimmelpilztest nicht zuletzt von Verdachtsstellen für Schimmel bzw. von Befallsstellen zwei Abklatschproben und vergleicht die kultivierten Schimmelpilze mit den in im Hausstaub gefundenen Einheiten. Hierdurch zeigt sich, ob die Schimmelpilze in den Stäuben tatsächlich von Befallsstellen stammen können oder wahrscheinlich andere Quellen haben (z.B. Pflanzen, Abfälle, Außenluft).

 

Teil 4 vom Schimmelpilztest: Teil 4 vom Schimmelpilztest:
Abklatschmessung an der Wand Auswertungsschema für Abklatschproben

 

Pilzgattungen, Befallsstärke und Sporendichte an einer Bewuchs- bzw. Verdachtsstelle bestimmt der Schimmelpilztest letztendlich mittels eines weiteren Klebestreifenpräparats mikroskopisch. Bei dieser Analyse erfasst der Schimmeltest dann auch nicht anzüchtbare und abgestorbene Pilze an der Wand o.ä.. Das Erscheinungsbild der Pilzmyzelien im Mikroskop zeigt dem Schimmeltest an, ob es einen degenerierten / toten Altschaden oder demgegenüber eine aktive Schimmelpilzquelle gibt. Ebenso kann der Schimmelpilztest im Mikroskop feststellen, ob ein noch frühes Befallsstadium gegeben ist. Oder ob die Pilzkolonien vielleicht schon älter, weil mit Massen an Sporen besetzt sind und daher vermutlich bereits tiefer in den Untergrund eingewachsen sind.

 

Teil 5 vom Schimmeltest: Teil 5 vom Schimmeltest:
Tesafilm-Kontaktprobenahme von der Wand Mikroskopische Prüfung einer Verdachtsstelle

Mikroskopische Prüfungen

Bild oben: Unterschiedliche Entwicklungszustände von Schimmelpilzen im Schimmelpilztest,
hier auf feucht gehaltener  Tapete und dabei in Abhängigkeit von der
Bebrütungsdauer in Stunden – im Mikroskop sichtbar gemacht

 

Testinhalt und -umfang Schimmeltest zusammengefasst:

  • 2 Stück Petrischalen zur grob orientierenden Luftqualitätsprüfung
  • 1 Stück Abklatschprobe zur Prüfung auf Schimmelpilze im frischen Hausstaub
  • 1 Stück Klebefilm-Kontaktprobe zur Sporenqualifizierung im älteren Hausstaub
  • 2 Stück Abklatschproben zur Schimmelpilzfeststellung an Verdachts- und Befallsstellen
  • 1 Stück Klebefilm-Kontaktprobe zur mikroskopischen Prüfung einer Verdachts- und Befallsstelle
  • Handbuch zum Thema „Schimmel im Innenraum und Schimmelpilztest“
  • Gebrauchsanleitung zum Schimmelpilztest
  • schriftlicher Schimmeltets-Untersuchungsbericht mit Handlungsanweisungen

 

Anmerkung: Der Autor dieses Beitrags, Dr. Thomas Missel, ist promovierter Mikrobiologe (Schwerpunkt: Mykologie), bereits 20 Jahre in Hannover und Niedersachsen als Gutachter tätig und bei der IHK Hannover Öffentlich bestellt und vereidigt als Sachverständiger (seit 2006). Bestellungsgebiet bei der IHK ist: Schimmelpilze und Feuchtigkeit in Innenräumen.

Detailinformationen zu diesem Schimmelpilztest:

https://www.schimmelberatung-niedersachsen.de/informationsbeitrag-schimmelpilz-test/

Der Preis für den Schimmelpilztest MYKOFUND beträgt 76,90 Euro, dabei inklusive der Versandkosten zum Kunden und 19% MwSt.

Bestellung unter https://www.advisan.net/shop/

Wasserschaden und Schimmel-Schnelltests - junges Pilzmyzel

Wasserschaden und Schimmel-Schnelltests

Dieser Beitrag informiert über das Problem einer möglichen gesundheitsgefährdenden Schimmelbildung nach einem Wasserschaden und Schimmel-Schnelltests. Bei einem Wasserschadensereignis durchnässte Bauteile verkeimen munterschiedlich schnell. Wichtige Faktoren sind Beschaffenheit des durchfeuchteten Teils, Nährstoff-, Bakterien- und Pilzgehalt des ausgetretenen Wassers und die vorherrschenden Temperaturen. Bei den Temperaturen, die normalerweise in Innenräumen vorherrschen, sind auf organischen Materialien wie z.B. Papier und auf stark mit Organik verschmutzten Teilen relativ schnelle Schimmelpilzbildungen möglich. Nach einem Wasserschaden können Schimmel-Schnelltests für die Luft bzw. einfache Schimmeltests für Verdachtsflächen hilfreich sein, das richtige Vorgehen bei der weiteren Schadensbeitigung nach einer Wasserhavarie zu finden.

Auf nassen Kunststoffen stehen bakterielle Kontaminationen zunächst im Vordergrund

Unmittelbar nach einer Wasserhavarie dominieren bakterielle Kontaminationen durchfeuchtete Bauteile. Schimmelpilze sind dann mehrheitlich noch in sehr geringem Umfang nachweisbar. Bakterien vermehren sich in wässrigen Lösungen schneller und verwerten wassergelöste Schmutzstoffe effektiver als die substratgebunden wachsenden Schimmelpilze. Sie können deshalb in anstehendem Schmutzwasser auch wesentlich höhere Vermehrungsraten erreichen als myzelbildende Pilze. Dies erklärt, weshalb in schmutzwasserüberfluteten Estrichen in aller Regel primär Massenvermehrungen von gesundheitlich eher unbedenklichen Bakterien zu beobachten sind [1]. 

Schimmelpilze auf nassen Styropor-Dämmungen vermehren sich verzögert

Wenn in Estrichfußböden schnell besiedelbare zellulosehaltige Feststoffe fehlen, kommen Pilze vorzugsweise nur stark verzögert zum Wachstum und zur Vermehrung. Als „keimbelastet“ auszuweisende Materialoberflächen präsentieren sich häufig auch nach Wochen noch in erster Linie von mikrobiellen Plaques oder – besser ausgedrückt – von mächtigeren Biofilmen überzogen. Biofilmen bestehen vorwiegend aus breiten Spektren einzelliger und myzelbildender Bakterien und Hefepilze. Schimmelpilze sind darin nur wenige zu finden. In diesen Biofilmen kommen nur allmählich erste Pionier-Schimmelpilze wie z.B. Acremonium-Spezies, zur Vermehrung. Acremonium-Pilze sind klassische Bodenorganismen und echte „Vorreiter“ bei der pilzlichen Besiedelung von Mineral- und Kunststoffoberflächen im Innenraum.

„Schimmelpilzbewuchs“ in der Fläche durch starke Sporulierer wie Aspergillus- und Penicillium-Spezies findet man in überfluteten Estrichböden in aller Regel erst einige Wochen nach Eintreten eines Wasserschadens. Vorangegangen ist fast immer eine  großflächige bakterielle Verkeimung [2]. Solange an mikrobiell belasteten Bauteilen in Fußböden noch bakterielle Biofilme dominieren und kein oder nur untergeordnet Pilzbewuchs vorhanden ist, sollte es sich zum Zeitpunkt der Probenentnahmen in aller Regel um noch frühe Stadien der mikrobiellen Besiedelung handeln.

[1] Ausnahmen sind fäkalienbelastete Bauteile nach Abwasserhavarien, in denen gesundheitlich problematische, infektiöse gramnegative Bakterien zur Vermehrung kommen können.

[2] Ausnahmen: Havarie von hoch mikrobiell belastetem Schmutzwasser oder fäkalbelastetem Abwasser

Auf nassem Papier können sich problematischere Schimmelpilze schnell vermehren

Die große Mehrzahl der Schimmelpilze und Bakterien, die an Befallsstellen in Innenräumen anzutreffen sind, zeichnet sich durch völlig fehlende oder nur sehr schwach ausgeprägte toxische Eigenschaften aus . Infektiöses Potenzial ist nicht vorhanden (siehe auch: https://www.advisan.net/2017/06/08/gesundheitliche-aspekte-einer-schimmelproblematik/). Eine besondere Problematik ist bei Wasserschäden durch die mögliche Massenvermehrung von Schimmelpilzen, die ausschließlich bei hohen Wasseraktivitäten zum Wachstum kommen, gegeben. Diesen Schimmelpilzen werden erhöhte toxische Eigenschaften zugeschrieben (z.B. Stachybotrys- Spezies). Diese Schimmelpilze findet man bei „herkömmlichen“ Schimmelschäden im Innenraum z.B. durch Kondensfeuchtigkeit an Wärmebrücken eher nicht.

Trocknungsmaßnahmen z.B. an verkeimten Gipskarton-Leichtbauwänden oder Estrichen können zu besonders hohen, u.U. potenziell toxischen Schimmelpilzfreisetzungen (Stachybotrys-Pilze) führen. Bei länger bestehenden Feuchtigkeitsschäden sollte man bei Unkenntnis der tatsächlichen mikrobiellen Belastungen daher an besondere Sicherungsmaßnahmen denken.(Beispiel: überflutete Fußböden nicht mehr im Überdruckverfahren technisch trocknen). Bei Unkenntnis der Art und des Ausmaßes der Schimmelpilzbelastung einer Leichtbauwand oder eines Estrichfußbodens sollte zur Folgeschadensprävention im Zweifelsfall immer das sicherere Trocknungsverfahren angewendet werden.

Das Schadensalter ist mit das wichtigste Kriterium

In einigen Fällen kann zwar bereits aus der Art des Schadens oder aus Schadensdetails auf einen länger zurückliegenden Schadenseintritt und eine hohe Wahrscheinlichkeit einer fortgeschrittenen Verkeimung geschlossen werden. Beispiele sind schleichende Rohrleckagen, mangelhafte Gebäudesockelabdichtungen, Salzausblühungen und schwere Schäden am Verputz oder Korrosionen an Bewehrungsstahl, Eckschutzschienen oder Befestigungsnägeln o.Ä.. (siehe auch https://www.schimmelberatung-niedersachsen.de/schimmel-check-online/). Häufig sind die Feststellung des Schadenseintrittszeitpunkts und die Einschätzung des Risikos einer bereits eingetretenen mikrobiellen Kontamination bzw. Verpilzung aber nicht ohne weiteres möglich. In diesem Fall kann ein Schimmeltest bei der Entscheidung helfen, ob zurückgebaut werden muss oder noch getrocknet werden kann und welches Trocknungsverfahren ggf. anzuwenden ist.

Schnelles Handeln, aber mit Übersicht ist oberstes Gebot: Wasserschaden und Schimmel-Schnelltests

Nach einem schwereren Wasserschadensereignis ist zeitnahes Handeln oberste Prämisse! Die Schimmelbertung Niedersachsen ist auf unverzügliche Bestandsaufnahmen vor Ort und das mikrobiologische Labor Dr. Missel / Hannover auf einen sofortigen Schimmeltest bei Wasserschäden eingestellt. Mikroskopische Materialprüfungen werden nach Probeneingang im Labor ohne jeglichen Verzug bearbeitet (bitte beachten: eine vorherige telefonische Probenankündigung ist erforderlich!) und die Testergebnisse sofort telefonisch bzw. elektronisch übermittelt.

Wasserschaden und Schimmel-Schnelltests: Eine schnelle und gesicherte Messung und Testung, ob bei einem Wasserschaden durchnässte Oberflächen mit Schimmelpilzen bewachsen sind und wie intensiv ggf. vorhandener Bewuchs ist, gelingt ohne weiteres mit einem mikroskopischen Schimmeltest. Nehmen Sie mit einem transparenten („Tesa“-) Klebefilm eine Abdruck-Kontaktprobe von der betreffenden Oberfläche und senden Sie diese an ein chemisch-biologisches Analysenlabor zur Prüfung zu. Die Schimmelberatung Niedersachsen in Hannover erstellt Ihnen auf Anfrage gerne einen Kostenvoranschlag.

 

Bild 1: Bakterienkolonie auf einer Styropordämmung Bild 2: Keimende Pilzsporen im Mikroskop
Bild 3: Frühe Pilzmyzelbildung im lockeren Verband Bild 4: Dicht ausgewachsenes, vitales Pilzmyzel

 

 

Schimmel messen und Umgang mit Schimmelpilzschäden

Wie und ab wann soll ich von einem Gutachter Schimmel messen lassen? Wie sieht danach richtigerUmgang mit Schimmelpilzbefall aus? Diese oft gestellten Fragen können nur seriös beantwortet werden, wenn die Ausprägung eines Schimmelpilzschadens eingermaßen genau bekannt ist! Schimmelpilze – auch solche, die an feucht gewordenen Bauteilen oder Einrichtungsgegenständen in Innenräumen zu finden sind – übernehmen in der Natur eine wichtige Funktion als Zerstörer toter organischer Materie. Schimmelpilzsporen sind deshalb immer und überall in der Luft vorhanden. Die „natürliche“ Schimmelpilzbelastung außen ist enorm großen Schwankungen unterworfen, der lüftungsbedingte Sporeneintrag von außen nach innen variiert entsprechend. In jedem über Fenster und Türen belüfteten Haus reichern sich Pilzsporen, die von außen nach innen getragen werden, mit der Zeit im sedimentierten Hausstaub an. Pilzsporen im Hausstaub werden immer wieder aufgewirbelt und können die momentane lufthygienische Situation jederzeit verändern. Die Varianz dieser „natürlichen“ Schimmelpilz-Hintergrundbelastung im Innenraum ist beträchtlich https://www.advisan.net/schimmel-in-wohnung-schimmelpilze-und-gesundheit/

Schimmelpilzquellen sind quasi überall und ständig vorhanden

Größere Schimmelpilzquellen an Bauteilen können die hygienische Situation in einem Wohnraum allerings u.U. erheblich beeinträchtigen. „Nicht-baubedingte“ Schimmelpilzquellen innerhalb der Wohnräume sind z.B. verderbende oder verdorbene Lebensmittel, Tierkäfigeinstreu, Zierpflanzen mitsamt Pflanzgefäßen und Topferde sowie gesammelte Lebensmittelverpackungen und feuchte organische Abfälle aller Art. Die Feststellung eines Schimmelpilzbefalls und die hygienische Bewertung der Lebenssituation in einem Innenraum können sich aufgrund der Vielzahl potenzieller Schimmelpilzquellen im Umfeld des Menschen außerordentlich schwierig gestalten.

Nach welchen Kriterien wird ein Schimmelbefall behördlich eingestuft?

Ein „allgemeines Gesundheitsrisiko“ durch Schimmelpilze ist aber nicht nur aufgrund der vorgenannten, sehr variablen „natürlichen“ Hintergrundbelastung, sondern schon alleine aufgrund der individuellen Reaktion des Einzelnen auf Umweltstoffe generell nicht definierbar. Die hygienische Relevanz und potenzielle gesundheitliche Wirkung eines Schimmelschadens bestimmter Ausprägung werden bis heute im Regelfall nicht anhand individueller Befindlichkeiten, sondern hilfsweise anhand der Befallsflächengröße beurteilt (so genanntes „Flächenkriterium“ z.B. gemäß Umweltbundesamt / UBA-Leitfaden).

Simmel messen nach Umweltbundesamt (UBA): Das UBA schlägt in seinem  „Schimmelpilzleitfaden“ auf der Basis der flächigen Ausdehnung drei Kategorien zur Einstufung der Schwere einer Belastung von Materialien mit Schimmelpilzen vor.

Kategorie 1: Schadensfläche < 20 cm2; keine oder sehr geringe Biomasse

Kategorie 2: Schadensfläche < 0,5 m2; mittlere Biomasse

Kategorie 3: Schadensfläche > 0,5 m2; große Biomasse

Gemäß dieser Schadenskategorisierung sollen Schimmelbefallsflächen ab 0,5 m2 in die (höchste) Kategorie 3 „große Befallsfläche“ fallen. Schimmelpilzbefall der Kategorie 3 birgt nach UBA ein Gesundheitsrisiko und muss im Sinne des Minimierungsgebots zur Vorbeugung von Gesundheitsbeeinträchtigungen beseitigt werden. Für Schimmelschäden der Kategorie 3 werden als Maßnahmen unter anderem empfohlen:

–      die Freisetzung von Schimmelpilzen sollte unmittelbar unterbunden werden

–      die Ursache des Schadens ist kurzfristig zu ermitteln und zu beseitigen

–      eine umweltmedizinische Betreuung der Betroffenen sollte erfolgen

–      nach abgeschlossener Sanierung sollte eine Freimessung erfolgen

Kann man mit dem Flächenkriterium alleine einen Schimmelbafall richtig beurteilen?

Eine Beurteilung der hygienischen Relevanz eines Schimmelschadens, der von diesem ausgehenden mutmaßlichen Gefährdungen und der zu ergreifenden Sicherungs- und Schutzmaßnahmen alleine anhand des Flächenkriteriums wird vom Betreiber dieser Internetseite aufgrund der mehrheitlich schlechten Erfahrungen als grundsätzlich nicht anwendbar erachtet und nicht empfohlen.

Dass eine hygienische Schadensbeurteilung  alleine anhand des Flächenkriterieum nicht möglich ist, wird anhand des folgenden Beispeils aufgezeigt:

Bild 1 Schimmel messen: Großflächiger Schimmelschaden ohne hygienische Relevanz
Bild 1 Schimmel messen: Großflächiger Schimmelschaden ohne hygienische Relevanz
Bild 2 Schimmel messen: Großflächiger Schimmelschaden mit hygienischer Relevanz
Bild 2 Schimmel messen: Großflächiger Schimmelschaden mit hygienischer Relevanz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Bild 1  zeigt einen großflächigen Schimmelschaden ohne gesamthygienische und gesundheitliche Relevanz. Auf den Fliesen wachsen gesundheitlich unbedenkliche und bereits seit langem degenerierte, überwiegend tote Cladosporium-„Schwärzepilze“. Die Pilze tragen nur geringe Mengen luftgängiger und einatembarer Sporen. Das Bild 2: zeigt einen Schimmelschaden entsprechender Fläche, der aber gesamthygienische und damit potenziell gesundheitliche Relevanz aufzubieten hat. Auf der Wand wachsen stark sporulierende Aspergillus-Schimmelpilze, die mit Massen extrem leicht luftgängiger Sporen behaftet sind. Wie mit den beiden Schimmelschäden umzugehen ist, kann nicht alleine anhand der Fläche beurteilt werden.

Wie sollte ein Schimmelschaden sattdessen beurteilt werden?

Seriöse Aussagen zu einer möglichen Gefährdung durch Pilzbefall in Wohnräumen und Empfehlungen zum richtigen Umgang damit sind nur bei Berücksichtigung aller wichtigen Randfaktoren zu treffen. Dies sind z.B. die vorhandenen Pilzarten, die Bewuchsintensität, die baulichen Gegebenheiten des schimmelgeschädigten Objekts oder die Art und Dauer der Nutzung der betroffenen Räumlichkeiten durch die Bewohner / Benutzer.

Um zu prüfen, ob Schimmel messen durch einen Gutachter anzuraten ist und um beurteilen zu können, wie mit einem Schimmelpilzschaden in einem Innenraum umzugehen ist, werden folgende Informationen benötigt. Dies auch um einschätzen zu können, ob ein Schimmelpilzbefall bestimmter Ausprägung gesundheitliche Risiken birgt:

  1. vorhandene Pilzspezies (starke Sporulierer ↔ schwache Sporulierer)
  2. Fläche der pilzlichen Biomasse
  3. Dichte der Pilzbiomasse (früher Befall ↔ ausgewachsener Befall)
  4. Art und Zustand des Untergrundes an der Bewuchsfläche
  5. Aktivität der vorhandenen Pilze (vital ↔ ausgetrocknet)
  6. Aktuelle und künftig zu erwartende Feuchtigkeit der Befallsfläche
  7. Lokalisation des Schimmelschadens im Objekt (verdeckt / offen)
  8. Gesundheitszustand / gesundheitliche Vorbelastung der Bewohner
  9. Schadenshistorie: Dauer der Schimmelprobleme / der Exposition
  10. Tiefe des mikrobiellen Befalls (nur bei eingehenderer Sanierungsplanung)